Geschäftskonto
Bei einer Existenzgründung müssen viele Dinge im Vorfeld beachtet werden. Eine gute Geschäftsidee muss unter anderem in einem Businessplan beschrieben, die Rechtsform (GmbH, Mini GmbH, die auch Unternehmergesellschaft genannt wird, Einzelunternehmen, usw.) muss gewählt und Fördermittel beantragt werden. Zur Beantragung von Fördermitteln, wie Gründungszuschuss und Einstiegsgeld, benötigt man einen Businessplan und weitere Unterlagen. Nicht zuletzt sollte man ein eigenständiges Geschäftskonto eröffnen. Je nach Leistungsumfang der gewählten Bank betragen die Grundgebühren für ein Geschäftskonto 0,- bis 25,- Euro. Ein extra Geschäftskonto bringt auch Vorteile hinsichtlich der Buchführung. Eine gesetzliche Vorschrift zu einem extra Geschäftskonto gibt es nicht.
Man hat die Möglichkeit, sich für ein kostenfreies Girokonto als Geschäftskonto zu entscheiden. Bei solch einem Geschäftskonto muss man bedenken, dass die Beratungsleistung der Bank in Bezug auf die Existenzgründung und die Selbstständigkeit fehlen wird. Der Steuerberater wird sich übrigens über ein extra Geschäftskonto freuen, da es für ihn eine übersichtlichere Buchführung bedeutet. Hat man sich von Anfang an für ein separates Geschäftskonto entschieden, erspart man sich und seinen Kunden eine spätere Umstellung, falls man den Schritt zum separaten Geschäftskonto nachholen möchte. Briefpapier muss dann wegen des neuen Geschäftskontos neu gedruckt werden und es könnte im Umstellungsfall zu Fehlbuchungen kommen.
Selbstverständlich kann man sich auf das Geschäftskonto den Gründungszuschuss beziehungsweise das Einstiegsgeld zahlen lassen, vorausgesetzt man hat einen Businessplan erstellt. Gelder, die zu Beginn der Selbstständigkeit laufende Kosten sichern sollen und Förderprogramme für ALG1- bzw. ALG2-Empfänger sind. Diese Fördergelder werden bewilligt, wenn man unter anderem eine erfolgsversprechende Geschäftsidee und Qualifikationen vorweisen kann.
Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl des Geschäftskontos sind die Höhe der Grundgebühren und der Guthabenverzinsung, ob ein Kreditrahmen zur Verfügung steht und die entstehenden Kosten dafür und die Kosten für die verschiedenen Kontobewegungen. Auch die Optionen für Online-Banking sollte man vergleichen. Egal, ob man sich für ein privates Girokonto als Geschäftskonto oder für ein „offizielles“ Geschäftskonto entscheidet, letztlich muss man die jährlichen Gesamtkosten im Auge haben und gegebenenfalls zu einem günstigeren Geschäftskonto wechseln. Die mtl. Kosten für das Geschäftskonto sind auch auf jeden Fall im Businessplan zu erfassen.
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