Der Automobilbau wurde bei Hans Glas in Dingolfing erst nach dem Krieg begonnen. Man war ein Produzent von Landwirtschaftlichen Maschinen, die Werkshallen bekam der Inhaber von den Alliierten nach dem Krieg 1947 wieder zurück. Jedoch war die Produktion bei weitem nicht ausgelastet. Bei einer Landwirtschaft Ausstellung in Norditalien konnte der Junior Chef beobachten wie viele Roller dort bereits fuhren. Da wurde die Idee geboren selber einen Roller zu bauen. 1951 war es dann soweit, der Motor wurde von den ILO Werken zugekauft, der Rest selbst gebaut.

Der Goggo Roller war auf Anhieb ein Erfolg. Die Palette wurde ausgeweitet es waren folgende Motoren erhältlich: 98 ccm, 150 ccm und 200ccm. Angespornt durch die Erfolge des Rollers wurde bereits 1953 mit der Entwicklung eines Kleinwagens begonnen. 1955 wurde das Goggomobil der Öffentlichkeit präsentiert. Nach und nach gab es verschiedene Motore, 250ccm mit 13,5 PS, 350 ccm und später 400 ccm. Der Goggoroller wurde um ein Luxusmodell aufgewertet, dem Goggo 200, der 200er ILO Motor war mit 12 Volt Anlage und Elektrostarter lieferbar. Später erfolgte die Weiterentwicklung des Goggomobils zum erwachsenen Goggomobil. Dieser war etwas größer als sein kleiner Bruder, es gab ihn zudem mit einem 600er Boxermotor. Durch einen italienischen Designer gelangen dann auch sehr ansehnliche Autos wie das Glas Coupe. Diese wirklich schönen Coupes gab es mit verschiedenen Motoren, diese wurden von BMW geliefert, mit BMW gab es eine enge Zusammenarbeit. Das V8 Coupe war das stärkste Auto von Glas, 1965 wurde das Werk in Dingolfing von BMW aufgekauft. 15 Jahre Fahrzeugbau Geschichte eine sehr kurze Zeit, dadurch sind es heute begehrte Oldtimer. Aber die schönen Autos und Roller sind immer noch gern gesehen auf den Oldtimertreffen und begehrte Projekte zum restaurieren.




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