Ein guter Winterreifen sollte eigentlich alles können. “Alles können” heißt in diesem Fall vor allem gute Fahreigenschaften zu haben. Ein guter Reifen sollte nicht unbedingt bei einzelnen Kriterien herausragendende Leistungen aufweisen. Ideal wäre eine ausgewogene Kombination mehrerer guter Merkmale. Denn letztlich kann nur die Summe aller Eigenschaften zu hoher Qualität führen. Eine solche, möglichst ausgeglichene Konstruktion versuchen die Hersteller natürlich zu erreichen. Hierfür sind dementsprechend viele einzelne Kriterien relevant, mit denen ein großes Ziel verfogt wird: Gute Fahreigenschaften. Das bedeutet nicht einfach nur eine sehr hohe Laufleistung zu haben. Viel wichtiger sind gute Leistungen bei verschiedenen Witterungsbedingungen, d.h. zum Beispiel eine effektive Verhinderung von Aquaplaning oder kurze Bremswege bei Nässe.

Wichtige Kriterien für einen Winterreifen sind sein Verhalten auf trockener Fahrbahn. Beachtung finden hierbei vor allem das Kurven- und Bremsverhalten sowie der Spurwechsel. Damit sich der Winterreifen auch auf nasser Fahrbahn bewährt, achten die Hersteller vor allem auf den Bremsweg, die Kreis- und die Seitenführung sowie das allgemeine Handling. Wie bereits erwähnt spielt die Verhinderung von Aquaplaning (längs und quer) eine bedeutende Rolle bei Nässe. Um gute Fahreigenschaften bei Winterreifen zu erlangen, wird auf das Bremsen mit ABS bei Schnee und Eis Wert gelegt, das Anfahren sowie die Traktion und die Seitenführung bei Schnee und Eis dienen als weitere Kriterien für die Qualität des Reifens. Rollwiderstand und Verschleiß werden zwar allgemein weniger stark gewichtet, haben aber trotzdem eine gewisse Bedeutung für die Reifenherstellung. Ebenfalls etwas schwächere Kriterien sind die Außen- und die Innengeräusche.




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