Eine der ältesten Städte Schwedens ist die im Südosten des Landes gelegene Stadt Kalmar. Die Stadtgründung ist zurückzuführen auf das 12. Jahrhundert. Überregionale Bekanntheit erlangte die Stadt aber durch die Kalmarer Union. Sie bildete das Gegenstück zur allseits präsenten Hanse in Europa. Um dieser übermächtigen Handelsvereinigung entgegen treten zu können, schlossen sich die nordischen Staaten Schweden, Dänemark und Norwegen. Der immer übermächtiger werdende Partner Dänemark erregte aber in Schweden immer größeren Unmut, weshalb es zwischen den Staaten schließlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Während des Bestehens der Kalmarer Union war die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt. Mit der Unabhängigkeit Schwedens verlor Kalmar aber zusehends seinen Status. Ein verheerender Brand im 17. Jahrhundert zerstörte einen großen Teil des historischen Stadtgebietes. Beim Wiederaufbau beschloss die Stadtoberen einer einheitlichen Struktur zu folgen und legten ein rechtwinkliges Straßennetz an, das heute ein typisches Charakteristikum für amerikanische Städte ist.
Beim Besuch von Kalmar fallen die zahlreichen Befestigungsbauten dem aufmerksamen Beobachter sofort ins Auge. Ein typisches Bauwerk dieser Befestigungsanlagen ist das überregional bekannte Schloss von Kalmar. Zunächst im 13. Jahrhundert als einfacher Befestigungsturm konstruiert entwickelte sich daraus das heute zu sehende Schloss. Da aber der Faktor Sicherheit im Laufe der Jahrhunderte gerade in Kalmar immer eine entscheidende Rolle spielte ist das Gebäude aus architektonischer Sicht eine Mischung aus Schloss und Burg. Weitere schöne Sehenswürdigkeiten von Kalmar sind die Domkyrke, das Länsmuseum oder das hiesige Kunstmuseum. Zudem kann man von Kalmar aus wunderbar die Sonneninsel Schwedens erreichen – Öland.
Vor kurzem konnte der hier ansässige Sportverein Kalmar FF immerhin die Vizemeisterschaft in der 1. Schwedischen Liga erringen und damit national auf sich aufmerksam machen.




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