Basisformen der Geldanlage
Jede Strategie zum Vermögensaufbau und zur Geldanlage sollte auf einem soliden Fundament ruhen. Dieses Fundament bilden meist festverzinsliche oder täglich verfügbare Sichteinlagen bei Banken und Sparkassen. Sie dienen als Reserve für unvorhergesehenen Finanzbedarf, bei dem ohne sie meist andere Investments zu dessen Deckung aufgelöst werden müssten. Die beiden bekanntesten Formen dieser Sichteinlagen sind das Tagesgeld und das Festgeld. Beide funktionieren auf ähnliche Weise, nämlich wie ein Girokonto ohne Auszahlungsfunktion oder Chipkarte. Der Kunde kann zwar Geld einzahlen, er kann es jedoch nur wieder abheben, indem er es auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto zurück überweist. Die Unterschiede zwischen Tagesgeld und Festgeld sind eigentlich schon im Namen ersichtlich und relativ schnell erklärt: beim Tagesgeld kann täglich über das Guthaben auf dem entsprechenden Konto verfügt werden, während dies beim Festgeld erst nach Ablauf des vereinbarten Anlagezeitraumes möglich ist. Als quasi Entschädigung für diese längere und unflexiblere Kapitalbindung werden Festgeldkonten in der Regel etwas höher verzinst, als Tagesgeldkonten. Die Zinsen machen einen zweiten und entscheidenden Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld aus: bei ersterem ist nur der Anfangszins festgelegt. Dieser kann im Laufe der Zeit variieren und von der Bank nach eigenem Ermessen, meist jedoch in Anpassung an die Entwicklung der Leitzinsen, angehoben oder gesenkt werden. Beim Festgeld wird ein bestimmter Zinssatz über den gesamten Anlagezeitraum garantiert. Der Anleger geht hier also keinerlei Risiko ein, dass sich während der Laufzeit der Zins zu seinen Ungunsten verändert. In Punkto Sicherheit nehmen sich beide Sparformen nichts: so die kontoführende Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds ist, sind die Gelder und die erzielten Zinsen der Kunden in Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert und das pro Kunde. Bei den meisten Banken handelt es sich bei diesen 30 Prozent um einen mehrstelligen Millionenbetrag, so dass eine solche Sparform als für den Normalkunden absolut sicher angesehen werden kann. Dies gilt aber nur für deutsche Kreditinstitute. Sparkassen haben ihren eigenen Sicherungsfonds und garantieren in unbegrenzter Höhe für die Gelder ihrer Kunden. Wer sein Geld also sicher anlegen will, kommt beim Basisinvestment am Tagesgeld oder Festgeld nicht vorbei.
