Baufinanzierung online
Menschen, die den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung planen, suchen natürlich auch eine günstige Finanzierung, um die Kosten möglichst gering zu halten. Die Angebote der Banken unterscheiden sich jedoch in vielen Bereichen. So werden nicht nur unterschiedliche Zinssätze berechnet, sondern auch die Gebühren variieren. Daher sollten Kunden vor einem Abschluss die verschiedenen Angebote vergleichen. Wer keine Zeit hat, die Banken zu besuchen, sollte Vergleiche im Internet nutzen. Direktbanken zum Beispiel bieten die Baufinanzierung auch online an, ein persönliches Beratungsgespräch ist dann nicht mehr notwendig. Der Darlehensantrag wird online gestellt, die notwendigen Unterlagen für die Bank werden auf dem Postweg zugesandt. In der Regel erhält der Kunde, sofern alle notwendigen Unterlagen eingereicht wurden, nach einer Woche die Entscheidung, ob das Darlehen bewilligt werden kann. Ist dies der Fall, können die Darlehensverträge erstellt und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Da jedoch das persönliche Beratungsgespräch fehlt, sollte der Kunde für diese Art der Finanzierung einige Vorkenntnisse besitzen. So sollte er zumindest die Begriffe Annuitätendarlehen und Tilgungssatz kennen, weiterhin sollten Grundkenntnisse für die notwendige Eintragung der Grundschuld vorhanden sein.
Ein weiterer Nachteil der Online-Baufinanzierung ist die Standardisierung. So wird in diesem Bereich fast ausschließlich das Annuitätendarlehen vergeben, Bauspardarlehen oder tilgungsfreie Darlehen, die für den Kunden vielleicht nützlicher wären, werden nicht angeboten oder vom Kunden aufgrund fehlender Kenntnisse nicht nachgefragt.
Auf der anderen Seite liegen die Konditionen für Online-Baufinanzierungen in der Regel deutlich unter denen der Filialbanken. So sind Zinsunterschiede zwischen 0,5-1% p.a. vorhanden, die, gerechnet auf eine Gesamtlaufzeit von 25-30 Jahren mehrere Tausend Euro Kosten bedeuten können.
Auch im Bereich der Gebühren sind die Direktbanken günstiger. Sie berechnen meist keine Bearbeitungsgebühr, auch verzichten sie mitunter auf die Wertermittlungsgebühr. Bei Filialbanken sind in beiden Fällen je 0,5% der Darlehenssumme fällig.
