Debitkarten und ihr Nutzen
Eine Debitkarte wird auch häufig Bankkarte, Sparkassenkarte und in Österreich auch Bankomatkarte genannt. Hierbei handelt es sich um eine Karte, die zur bargeldlosen Bezahlung für Waren und Dienstleistungen oder zum Abheben von Bargeld an einem Geldautomaten eingesetzt werden kann. In der Regel besteht diese Karte aus Kunststoff, vorzugsweise PVC, im Format ISO 7810.
Der Unterschied zu einer echten Kreditkarte besteht darin, dass direkt nach der bargeldlosen Bezahlung z.B. in einem Geschäft das Bank Konto Karteninhabers belastet wird. Unterschieden werden die internationalen und die nationalen Debitkarten-Systeme. Zu den internationalen System gehören Debitkarten mit dem Mastercard- bzw. VISA-Kreditkartenlogo sowie Maestro und Visa Electron. Zu den nationalen Systeme gehört in Deutschland vor allem Electronic Cash. In Europa werden die Debitkarten von Banken und Sparkassen meist in Kombination mit einem Girokonto als EC/Maestro Karte ausgegeben. Aus diesem Grund sind sie auch sehr weit verbreitet und auch bekannter als Kreditkarten. Erst nach und nach machen Banken Angebote, bei denen man eine Kreditkarte kostenlos zum Girokonto dazubekommen kann. Hier erkennt man auch, dass es wichtig ist, ein Girokonto zu haben, um überhaupt bspw. mit einer Visa oder MasterCard Kreditkarte einkaufen zu können. Denn zur Abrechnung der Kreditkartenbeträge braucht man immer noch ein ganz gewöhnliches Konto.
Neben der Benutzung als Zahlungsmittel und zum Abheben von Bargeld kann der Verbraucher mit einer Debitkarte auch die Kontoauszüge seines Girokontos am Kontoauszugdrucker seiner Hausbank ziehen. Wer natürlich sein Girokonto online bei einer Direktbank führt, der druckt sich die Kontoauszüge daheim selbst aus.
Bei der Verwendung einer Debitkarte muss sich der Inhaber authorisieren, um einen Missbrauch zu verhindern. Dies geschieht entweder durch die Eingabe einer Geheimzahl, der PIN, oder durch seine Unterschrift. Auf der Rückseite der Debitkarte befindet sich ein Magnetstreifen, der die Informationen enthält, die für die Abwicklung von finanziellen Transaktionen notwendig sind. Viele Bankkarten oder auch Sparkassenkarten sind seit den 1990er Jahren auch mit einem Chip ausgestattet. Aufgrund dieses Chips kann die Karte auch als Geldkarte verwendet werden. Von Banken und Sparkassen wurden bisher mehr als 80 Millionen Debitkarten ausgegeben. Kommt eine Debitkarte abhanden, ist der Inhaber verpflichtet, dies sofort dem jeweiligen Kreditinstitut zu melden, um den Schaden durch Missbrauch so gering wie möglich zu halten. Für alle Sperrvorgänge gibt es seit Juli 2005 in Deutschland einen Sperr-Notruf unter der Nummer 116116.
