Die vor kurzem heftig erschütterten Weltbörsen haben nicht wenige Anleger nachhaltig verunsichert. Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich lassen Zweifel aufkommen, ob der Aktienanteil im Depot tatsächlich so hoch sein sollte, wie es Experten seit Jahren nahezu einhellig empfehlen. Investoren, die schon allein ihrer Nerven zuliebe mehr Stabilität von ihrer Geldanlage erwarten, sollten sich folglich nach einer anderen Möglichkeit umsehen und zumindest eine Reduktion ihrer Aktienquote in Betracht ziehen. Die naheliegendste Alternative stellen Engagements im verzinslichen Bereich dar, also Anleihen, Garantiezertifikate, Festgeld oder Tagesgeld. Hier stellt sich aber das Problem des Emittentenrisikos. Anleihen stellen genauso wie alle strukturierten Produkte (also alle Zertifikate) im rein juristischen Sinne Inhaberschuldverschreibungen dar. Sollte der Emittent vor dem Rückzahlungsdatum den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen, fließen die Einlagen der Anleger in die allgemeine Insolvenzmasse ein. Schmerzliche Verluste bis hin zum Totalverlust können die Folge sein.

Wer diesem Risiko entgehen will, dem steht offen, ein klassisches Engagement in Festgeld zu vollziehen. Bei dieser althergebrachten Konstruktion überlässt der Investor seiner Bank für einen fixen Zeitraum einen bestimmten Geldbetrag. Das Kreditinstitut kann die Einlagen so zu besseren Konditionen anderweitig anlegen und gewährt dem Sparer dafür im Gegenzug einen attraktiven Zinssatz. Im derzeitigen Marktumfeld kann mit vier Prozent bei einem Anlagehorizont von einem Jahr auf jeden Fall gerechnet werden, bei Anlagedauern von zwei bis drei Jahren ist sogar noch mehr möglich.

Festgeld beinhaltet kein Emittentenrisiko. Sollte die Bank, mit der das Geschäft eingegangen wird, in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, so ist das Vermögen der Anleger durch einen Einlagensicherungsfonds geschützt, dem alle in Deutschland tätigen Banken zwingend angehören müssen. In punkto Sicherheit ist eine Investition auf einem Festgeldkonto also kaum zu überbieten. Die üblicherweise gewählten Zeiträume für solche Anlagen bewegen sich zwischen wenigen Monaten und etwa zwei Jahren, wobei in allen Fällen eine taggenaue Verzinsung garantiert ist. Nach Ablauf der vereinbarten Bindungsfrist stehen dem Anleger die Gelder umgehend wieder zur freien Verfügung.




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