Schützenvereine entstanden aus der Weiterentwicklung und Veränderung von organisierten Bürgerwehren, die es bis gegen Ende des 19. Jahrhundert noch gab. Um diese Tradition und das Brauchtum zu erhalten, bildeten sich in Städten und Gemeinden immer mehr Schützenvereine, deren Mitglieder nur männlichen Geschlechts sind.

Um den Verein auch nach außen hin mit Nachdruck zu vertreten, tragen die Schützen zu besonderen Anlässen, speziell angefertigte grüne Uniformen, Federbusch- Hüte, grüne Krawatten zu weißen Hemden, grüne Jacken, schwarze oder weiße Hosen und natürlich Säbel oder Degen. Der Schützenkönig zeichnet sich durch die Königskette aus. Für besondere Verdienste werden Mitgliedern Medaillen oder Orden verliehen.

Jedes Jahr bekommt der Schützenverein einen neuen König, der sich durch einen Schießwettbewerb für das Amt qualifiziert. Der König wählt eine Königin, die ihn bei seinen „amtlichen Pflichten“ z. B Nachbargemeinden besuchen, Einladungen aussprechen und dergleichen, unterstützt. Nach dem Schießwettbewerb ziehen die Schützen uniformiert durch ihre Gemeinde, begleitet von einer Kapelle, die Marschmusik spielt. Anschließend treffen sich Schützen und Volk entweder in einem Festzelt oder in einer bereits bestehenden Schützenhalle, um kräftig zu feiern. Dieses Schützenfest dauert in der Regel 3-4 Tage.

Der Schützenverein organisiert für Mitglieder und Dorfgemeinde verschiedene Festlichkeiten und trägt so zur Kommunikation der Menschen bei. Regelmäßig werden Frühlingsfeste, Weihnachtsfeiern und Nikolausfeiern vorbereitet, bei denn natürlich jeder mithelfen kann.

Auch der Schießsport wird im Schützenverein gefördert. Die Schützenbrüder treffen sich regelmäßig, auf freiwilliger Ebene, um sich im Schießen und Treffen zu messen. Auch Kinder und Jugendliche können sich in den Jungschützenkursen im Umgang mit der Waffe, unter Aufsicht und Anleitung eines erfahrenen Schützen, üben.




Weitere Artikel: