„Was sollen wir denn mal kochen?“ Menschen, die sich diese Frage oft stellen müssen sind die Erklärung dafür, warum die Fernsehköche so eine große Beliebtheit erreichen. Einige dieser öffentlichen Köche, die sich um die hohe Kunst der guten Küche bemühen, sind zu richtigen Berühmtheiten geworden.

Ein Tim Mälzer ist heutzutage bei jung und alt bekannt, weil er die Fähigkeit des guten Kochens mit einem sympathischen Wesen und gutem sprachlichen Ausdruck verbinden kann.

Auch einen Biolek hat man noch gut vor Augen, wie er dort in seiner Landhausküche steht und pfiffig schmunzelnd seine Lieblingsrezepte vorstellt und mit Anekdoten garniert.

Ältere Fernsehzuschauer können sich auch noch gut an Max Inzinger erinnern, der die „Drehscheibe“ des Zweiten Deutschen Fernsehens mit seiner Kochkunst bereicherte.

Die hiesige Küche hat ihm viel zu verdanken.

Man kann sagen, dass Max Inzinger mit seiner Art des Kochens die deutsche Küche geradezu revolutioniert hat.

Diese war damals scheinbar noch immer durch die Kriegs – und Nachkriegsjahre traumatisiert, die auf die Extraportion Schweinefett nicht verzichten konnte. Max Inzinger brachte ganz neue Ideen auf den deutschen Mittagstisch.

Er achtete sehr auf die gesunde Ernährung, holte das Fett aus den Kochtöpfen, legte den Fernsehzuschauern Begriffe wie Ballaststoffe und Vitamine nahe und machte das Olivenöl salonfähig.

Auch die vielen Bücher, die er schrieb, zeigen seine grundsätzliche Ausrichtung auf die gesunde Küche und eine vernünftige Diät, wie es Titel wie „Leicht, lecker, schlank“,„Ernährungstraining“ und „Gesundheitsküche“,um nur ein paar zu nennen, belegen.

Dank der guten Ernährung und dem Wissen, welches er so vielen Fernsehzuschauern und Lesern seiner Bücher nahe gebracht hat, hätte er es verdient gehabt, im Jahre 2007 seinen 106. Geburtstag zu feiern – doch trotz Olivenöl und Vollwertkost verstarb er 1979 im Alter von 78 Jahren.

Sein Erbe aber lebt noch heute weiter, nicht zuletzt verkörpert durch Köche wie Tim Mälzer, die sicher auch durch den freundlichen Fernsehkoch der ersten Stunde, Max Inzinger, inspiriert wurden.




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