Das Buch der Bücher: Die Bibel
Bücher gibt es wie Sand am Meer. Es ist kaum abzuschätzen, wie viele Bücher wohl weltweit schon gedruckt worden sind. Innerhalb der so genannten westlichen Wertegesellschaft nimmt das Buch der Bücher, die Bibel, dabei in jeder Hinsicht nach wie vor eine herausragende Stellung ein. Vieles, was in unserer Gesellschaft stattfindet, hängt eng mit der Bibel und dem christlichen Glauben zusammen. Das äußert sich beispielsweise bereits in unserem Kalendarium. Das Jahr ist eingeteilt in die großen christlichen Feste, wie Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt oder Pfingsten, um nur die wichtigsten zu nennen. Die Ereignisse, derer dort gedacht wird, sind allesamt in der Bibel verzeichnet. Das Weihnachtsfest hat seinen Ursprung im zweiten Kapitel des Lukasevangeliums, das die berühmte Weihnachtsgeschichte enthält, ein gern gesehener Anlass um christliche Gedichte, insbesondere Weihnachtsgedichte zu rezitieren.
Auch viele unserer Redewendungen haben ihren Ursprung in der Bibel. Die Redewendung „Wer’s glaubt wird selig“ kommt zum Beispiel aus der Heiligen Schrift. Heutzutage wird dieses Sprichwort mehr scherzhaft gebraucht, aber es steckt eine tiefe Wahrheit dahinter: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst selig werden“, so der Wortlaut aus Apostelgeschichte 16,31. Erst in neuerer Zeit ist dann das eher abwertend gemeinte „Wer’s glaubt, wird selig“ daraus geworden. Auch die zehn Gebote oder das Vaterunser sind in unserem Kulturkreis den meisten Menschen ein Begriff, wenn auch die wenigsten beides vollständig aufsagen könnten. Unsere ganze Erziehung ist von Begebenheiten aus der Bibel geprägt. Oft wird dies gar nicht mehr richtig wahrgenommen, weil vieles schon traditionell in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn beispielsweise freitags Fisch gegessen wird, was noch in vielen Familien üblich ist, so ist das eine Anlehnung an den Fisch als christliches Symbol, welches für Jesus Christus steht. Auch die Tradition, dass in vielen christlichen Gemeinden die Frauen eine Kopfbedeckung tragen, rührt daher, dass der Apostel Paulus solches einmal im ersten Korintherbrief angeordnet hatte. Und so gibt es eine ganze Reihe weiterer Begebenheiten, die ihren Ursprung in der Bibel finden, auch wenn uns dies manchmal gar nicht so bewusst ist.
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