Mobbing ist ein Thema, das von vielen Leuten nicht ernst genommen wird. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache, denn mehreren Wirtschaftsverbänden zufolge entstehen jährlich Schäden in Milliardenhöhe – die größtenteils von den Arbeitgebern getragen werden. Das mag sich zunächst vielleicht ein wenig überspitzt anhören, doch die Argumente der Verbände sind schlüssig. So ist ein Großteil der Kosten darauf zurückzuführen, dass Mobbingopfer sehr häufig krank sind und die Unternehmen Lohnfortzahlungen leisten. Des Weiteren darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die meisten Mobbingopfer nicht in der Lage sind, am Arbeitsplatz eine volle Arbeitsleistung zu erbringen.

Deshalb sollten Unternehmen bestimmte Themen wie Mobbing und Bossing sehr viel ernster nehmen. Durch gezielte Maßnahmen könnte in zahlreichen Fällen verhindert werden, dass Mitarbeiter zu Mobbingopfern werden. Möglichkeiten und Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, gibt es zu genüge. So sollte beispielsweise gewährleistet sein, dass betroffene Mitarbeiter mit ihrer Führungskraft ernsthaft über das Problem reden und entsprechende Lösungen entwickeln können. Am besten ist es natürlich, wenn eine Art Maßnahmenplan vorliegt, der eine allgemeine Vorgehensweise vorschreibt, damit das Thema nicht unter den Tisch fallen kann.

Des Weiteren ist natürlich entscheidend, dass die Betroffenen selbst aktiv werden und sich wehren. Dazu kann auch gehören, dass sie zunächst einmal das Gespräch mit einem Experten suchen, der ihnen dabei hilft, das Problem nachhaltig zu lösen. Außerdem wird immer wieder dazu geraten, dass sich Opfer von Mobbingattacken mit anderen Mobbingopfern austauschen – inzwischen gibt es mehrere Verbände, Clubs und auch Internetforen, über die entsprechende Kontakte hergestellt werden können. Im Endeffekt darf nur eines nicht geschehen, nämlich dass die Opfer passiv bleiben und dem Spuk kein Ende setzen.




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