Kleine Geschichte der Textil-Veredelung
Heutzutage gibt es sie ja in allen Farben, Formen und mit jeder denkbaren Art von Bedruckung: Die klassischen T-Shirts.
Dies ist allerdings ein Trend, der sich erst langsam über die letzten Jahrzehnte entwickelt hat. Ursprünglich war das T-Shirt nur in seiner uni-farbigen Variante bekannt. Die Gründe dafür sind vor allem in der militärischen Vergangenheit des T-Shirts zu suchen. Das englische und das US-amerikanische Militär trugen während des ersten und zweiten Weltkriegs zur explosionsartigen Verbreitung dieses Textils bei. Allerdings kam es den Verantwortlichen dabei naturgemäß eher auf die praktischen Vorteile der Shirts, wie den Tragekomfort an und nicht darauf, die Soldaten möglichst modisch zu kleiden.
Erst, nachdem in 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die das T-Shirt zu einem gängigen Kleidungsstück für alle Bevölkerungsgruppe avancierte, gab es auch die ersten Versuche die Shirts zu bedrucken und/ oder anderweitig zu verzieren.
Als erstes machten sich kurioserweise die Politiker in den USA das neu entdeckte T-Shirt zu Nutzen, in dem Sie in großem Stile Wahlkampfslogans darauf drucken ließen und damit eigentlich das Logoshirt erfanden, welches sich heute noch großer Popularität erfreut.
Die ersten „Kunstdrucke“ wurden ebenfalls in den 50er Jahren auf T-Shirts angebracht, als eine Firma sich Bildrechte des Walt Disney-Konzerns sicherte, diverse Comic-Charaktere als Motiv verwandte und damit einen Riesenerfolg landen konnte.
In den 60er Jahren kamen im Zuge der Psychedelic- und später der 68er Bewegung T-Shirts auf, die sich durch besonders farbenfrohe Färbung der Stoffe auszeichneten, die dem sich damals entwickelten Lebensgefühl sichtbaren Ausdruck geben sollten.
Später konzentrierte sich die Innovationskraft der Designer vor allem auf die Entwicklung neuer Schnitte wie das Tank Top, taillierte Schnitte oder den Kragen mit V-Ausschnitt.
Heute, im Zuge der Internetrevolution, geht der Trend hin zu individuell veredelten T-Shirts, die sich der Kunde mit Hilfe von Webanwendungen selbst designen oder zusammenstellen kann und dann genau nach Kundenwunsch produziert werden.
