Wäschestücke, die, sagen wir mal zu den heikleren Stücken unter der Damenunterwäsche zählen, sind die Strapse.
Eigentlich sind es ja nur Strumpfhalter, aber irgendwie schafften sie es zum Inbegriff des erotischen Daseins.
Erfunden wurden diese elastischen Bändchen im 4.bis 7. Jahrhundert um Wadenbinden zu befestigen. Später wurden daran, die sogenannten Beinlinge befestigt und noch bis ca. 1960 wurden bei Kindern so die Wollstrümpfe an ihren Leibchen befestigt.
Mit Erfindung der Nylonstrümpfe wurden diese an Miedern, Hüfthaltern und Korsagen befestigt.
Als die komplette Strumpfhose aus Nylon erfunden wurde, verschwanden die Strapse aus praktischen Gründen fast vom Markt, um bald dann wieder aus sinnlichen Gründen ihre Berechtigung wiederzuerlangen.
Ähnlich erging es ja auch dem Strumpfband, das jeweils spätestens zur Hochzeit wieder zu Ehren kommt. Und unter keinem vernünftigen Brautkleid fehlen darf und ebenfalls zur Damenunterwäsche zählt.
Strapse sind, wie gesagt elastische Bändchen, die mit Hilfe von Klammern und auch Ösen zur Befestigung an der restlichen Damenunterwäsche direkt, zum Beispiel Korsetts, Korsagen oder Korseletts oder an Strapsgürteln befestigt werden. Der Strapsgürtel ist eine eigenständige
Damenunterwäsche, die aber nur zur Befestigung der Strümpfe dient. Das Verbindungsstück zum getragen Korsett beispielsweise, sind dann die Strapse. Der Strapsgürtel hat sonst keine Funktion.
Befestigungen an Bodys kommen selten vor, an Slips, so gut wie gar nicht.
Die Strapse weisen meist eine Öse oder Lasche und einen durchgängigen Knopf auf. Die Öse wird durch die vorgesehenen Öffnungen am Korsett beispielsweise, durchgezogen und dann mit dem Knopf befestigt. Das gleiche System oder ähnlich erfolgt am Strumpf.
Es gibt aber auch Befestigungsvarianten mit vorgesehenen Klammern.




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