Die Geschichte des MTB
Die Geburtsstunde des Mountainbike (abgekürzt MTB) wird allgemein im Jahr 1973 angesehen, als eine Gruppe von Radsportlern sich vermehrt mit dem Downhill-Biken auf dem Mount Tamalpais in Kalifornien beschäftigte und dafür besonders geeignete Sportgeräte suchte. Zwar gab es vorher immer schon die Ansätze ein Fahrrad geländetauglicher und widerstandsfähiger zu gestalten, aber erst zu diesem Zeitpunkt wurde der Vorläufer zum heutigen “Mountainbike” hervorgebracht. Das Basismodell war dabei der so genannte “Schwinn Cruiser”, eigentlich kein für den Sport geeignetes Fahrrad. Doch der “Schwinn Cruiser” war stabil gebaut und konnte dadurch überzeugen. Diese Räder waren sehr schwer und damit alleine schon von ihrem Gewicht her gut für Abfahrten geeignet. Zudem konnte sie auf 26 Zoll-Felgen große Ballonreifen aufweisen, die sich als tauglich für unwegsames Gelände entpuppten. Da die Bremsen der Räder bei den rasanten Abfahrten stark beansprucht wurden, mussten diese nach jeder Abfahrt neu geschmiert werden, was den Abfahrten den Beinamen “Repack” einbrachte.
Bereits 1976 gab es die ersten organisierten Abfahrtsrennen, die ebenfalls am Mount Tamalpais durchgeführt wurden. Man begann dabei nach und nach die Fahrräder zu modifizieren. Man versuchte sie den Anforderungen entsprechend anzupassen und zu verbessern. Ein wichtiger Punkt war dabei das Verwenden von Trommelbremsen anstatt der Rücktrittbremsen der “Schwinn Cruiser”. Auch die anfälligen Lenker wurden durch Teile aus dem Mottoradlager ersetzt. Das erste richtige Mountainbike wurde 1977 produziert und war von Grund auf speziell auf die Bedürfnisse der Geländefahrten zugeschnitten. Zu den ersten Firmen, die sich im MTB-Bereich spezialisierten, gehörten unter anderem auch Shimano, Ritchey und SunTour. Bald schon folgten die ersten Massenproduktionen und das Mountainbike wurde weltweit zum Erfolg.
