Golf – Ein sauberer Sport
Profisport ist in den vergangenen Jahren in die kritische öffentliche Diskussion geraten. Galten Sportler zu früheren Zeiten als Vorbilder für die Jugend und der Sport als Alternative zum konsumzentrierten Freizeitverhalten und als gesunder Ausgleich zu einem medienorientierten Konsum von Fernsehprogramm und Konsolenspiel am Bildschirm, ist die Vorbildfunktion der Sportler so mancher Sportart heute arg ins Wanken geraten. Wie soll man einem jungen Menschen heute die Botschaft vermitteln „Nimm keine Drogen, treibe Sport“ und dabei einen Profi-Sportler des Radsports als Werbeträger einsetzen? Die Realsatire einer solchen Maßnahme wäre nicht mehr zu verkennen. Ist das Idol des Sportstars noch in Einklang zu bringen mit den Begriffen Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden? Ähneln Sportstars nicht bereits von Medizinern kreierten Monstern mit geringer Lebenserwartung, lebensbedrohlichen Blutwerten und mehr als nur kränklichem Erscheinungsbild mehr als dem Bild gesunder, vitaler Vorbilder? Wer möchte einen Bodybuilder heute noch als Vorbild eines gesunden Lebenswandels bezeichnen. Nicht alle Sportarten sind von dieser Entwicklung betroffen. Sportarten, die weniger auf eine Ausreizung der körperlichen Kondition setzen, wie zum Beispiel der Golfsport, tendieren weniger dazu, den Körper des Sportlers zu unnatürlichen und gesundheitsgefährdenden Leistungen auszureizen. Eine gute Gewandtheit, Fingerfertigkeit und ein Talent, Auge und Körper gut miteinander zu koordinieren, spielen beim Golf die entscheidende Rolle.
