Herbstmeisterschaft
Herbstmeister ist in diesem Jahr der FC Bayern München geworden. Eigentlich hatte ein jeder Fußball-Fan damit gerechnet, aber dass es lediglich fünf Tore sind, die den Rekordmeister vom SV Werder Bremen trennen, hätten wahrscheinlich die wenigsten vermutet. Nach der 2:1 Niederlage gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart ist der FC Bayern nicht mehr so richtig auf die Beine gekommen. In den Monaten zuvor hatten die Münchner mit offensivem Fußball begeistert und jedes Spiel ist zu einem Fußball-Fest geworden. Die für 70 Millionen eingekauften Luca Toni, Frank Ribery und Miroslav Klose zauberten in den ersten Spielen, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Frage stellte, mit vielen Punkten Vorsprung der FC Bayern die Meisterschaft gewinnt. Der ärgste Verfolger der Bayern ist der SV Werder Bremen , der zu Beginn der Saison noch mit 4:0 von den Münchnern im eigenen Stadion gedemütigt wurde. Die Hanseaten brachten das Kunststück fertig, trotz der zahlreichen Verletzungen immer wieder auf höchstem Niveau zu agieren und wochenlange Ausfälle wie jene von Borowski und Frings problemlos zu verschmerzen.
Am letzten Spieltag wurde die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen mit 5:2 nach Hause geschickt. Die Werkself konnte immerhin als Mannschaft der Stunde bezeichnet werden, nachdem sie zuvor fünf Siege in Folge feiern konnte. Der wirkliche Herbstmeister müsste also eigentlich Werder Bremen heißen. Die Art und Weise, wie die Bremer mit ihrem Spiel über die gesamte Hinrunde hinweg begeistern konnten, hätte normalerweise die Herbstmeisterschaft nach sich ziehen müssen. Aber so schlecht ist es eigentlich nicht, denn im vergangenen Jahr erreichte man das Ziel Herbstmeisterschaft, verlor aber die Meisterschaft in den letzten Saisonspielen an den VfB Stuttgart.
