Was früher im besten Falle nur James Bonds Technik-Experte Q zu entwickeln vermochte, findet immer häufiger den Weg von der fiktiven in die reale Welt. Zugegeben, es wurden bisher weder Handys mit Fernbedienung zum zugehörigen BMW noch Defilibratoren für die Hosentasche auf den Markt gebracht, aber Mikrofone oder Peilsender die kaum die Größe eines Eurostücks erreichen sind inzwischen gängige Handelsware.

Der Trend immer stärkerer Verkleinerung elektronischer Bauelemente kommt insbesondere der Detektivarbeit zu Gute. Nie zuvor war es einfacher unbemerkbare ?úberwachungskameras oder Abhörsender zu installieren. Gut getarnt zum Beispiel hinter Lautsprecher- und Lüftungsöffnungen oder unter Lampenschirmen lassen sich diese nur durch einen großen Zufall beziehungsweise gründlichstes Suchen entdecken.

Auch für mobile Einsätze stellt die Miniaturisierung eine große Hilfe dar. Flexibel, leicht und handlich sind neuesten Audio- und Videoaufnahmegeräte – etwa zur Personalüberwachung. Da geraten auffällige und mitunter sperrige Diktiergeräte oder Videocameras schnell ins Hintertreffen. Zudem war die Größe der tragbaren Geräte in der Vergangegheit mindestens durch die Größe der benutzen Mini-DV- bzw. Mini-Audio-Casetten limitiert. Mit dem Einsatz digitaler Speichermedien, die eine immer höhere Speicherdichte bei kleiner werdendem Platzbedarf und sinkenden Kosten erreichen, wird diese Grenze durchbrochen.

Darüber hinaus wachsen die Qualität der gemachten Aufnahmen und die Reichweite der verfügbaren Sender unaufhörlich, während der Stromverbrauch abnimmt. So kann beispielsweise ein akustisch aktivierter Sender mit einer einfachen Knopfzelle mehrere Jahre wartungsfrei betrieben werden.