Grimstad, eine Stadt mit 17.000 Einwohnern, wurde aufgrund der günstigen Lage zum Verschiffen von Holz am Ufer des beginnenden Oslofjordes gegründet.
Seit 1812 besitzt Grimstad Stadtrecht und konnte sich durch den Holzhandel und den Schiffbau einen Namen machen.
Heutzutage befinden sich die Ausbildungsschulen vieler Berufszweige sowie eine Hochschule in der Stadt. Grimstad hat sich bei der Ausbildung junger Menschen einen guten Ruf erworben und diese verleihen der Küstenstadt ein junges Antlitz. Manche ziehen ein Studium in Grimstad einen Studium in der 270 Kilometer entfernten Hauptstadt Oslo vor.

Der Name des norwegischen Dichters Henrik Ibsen ist eng mit er Geschichte der Stadt verbunden. Der 1928 geborenen Poet verbrachte seine Lehrjahre als Apotheker zwischen 1844 und 1850 hier in Grimstad. Diese zeit soll für die Entwicklung von Ibsen unheimlich wichtig gewesen sein, soll er doch hier zu der Erkenntnis gelangt sein, sich in der Dichtkunst zu versuchen. Sein ersten Drama „Catilin“ und das Gedicht „Terje vingen“ sollen während seiner Zeit in Grimstad entstanden sein.

Um an diese Zeit des 1906 verstorbenen Dichters zu erinnern wurde ein Ibsenhuset eingerichetet. Es befindet sich in der Nähe des Marktes. Zahlreiche Erinnerungstücke sowie ein authentisch eingerichtetes Zimmer sind unter anderem zu bewundern. Die Einrichtung seiner damaligen Lehrapotheke gehört heute zur Einrichtung eines kleinen Krämerladens. Bereits 1909 wurde das Museum ins Leben gerufen und beherbergt außerdem das Stadtmuseum sowie den Reimanngården. Eine kleine Besonderheit in Grimstad ist das Norsk Hagebruksmuseum. Hierbei handelt es sich um ein Gartenbaumuseum, in dem unter anderem Werkzeuge und historische Gartengeräte gezeigt werden. Die Grimstad Kirke ist die größte Kirche der Stadt und gleichzeitig die zweitgrößte Holzkirche Norwegens. Der monumentale Bau stammt aus dem Jahr 1881 und bietet 1150 Gästen Platz.

Nicht ganz so groß präsentiert sich die Fjærekirke. Sie liegt circa drei Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Die Steinkirche wurde schon im 13. Jahrhundert errichtet und ist somit der älteste Sakralbau von Grimstad. Auffällig sind das gotische Taufbecken und der Männerkopf über dem Südportal aus dem Jahr 1150. Bekannt ist die Freilichtbühne der Stadt. Dort werden Konzerte gespielt und Theaterstücke, unter anderem von Ibsen, aufgeführt. Das Kulturhaus rückt bei Festivals und Konzerten in den Mittelpunkt des Geschehens. Sehenswert sind das Seefahrtsmuseum und die Architekturschule von Grimstad.




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