Der Bausparvertrag ist geeignet, um sich mit Hilfe des Arbeitgebers und auch des Staates eine festgelegte Summe anzusparen, die entweder zum Eigenheimerwerb und Baufinanzierung oder auch zur Erfüllung anderer Wünsche eingesetzt werden kann.

Bereits Jugendliche die sich in der Ausbildung befinden haben die Möglichkeit einen Bausparvertrag abzuschließen. Aber auch Rentner, die keine weiteren Nebeneinkünfte haben können sich die Wohnungsbauprämie vom Staat sichern.

Vom Arbeitgeber kann der Bausparvertrag mit bis zu 480 € pro Jahr durch vermoegenswirksame Leistungen unterstützt werden, das Geld wird direkt an die Bauspargesellschaft überwiesen, und vom Staat noch zusätzlich mit der Arbeitnehmer-Sparzulage unterstützt, die sich zurzeit auf bis zu 9% beläuft. Zahlt der Arbeitnehmer im Jahr weniger als 480 € so kann die Differenz jeden Monat aus eigener Tasche gezahlt werden, um vom Staat die Förderung zu kassieren. Die Einkommensgrenzen betragen bei Ledigen 17 900 €, und bei Verheirateten 35 800 €.

Jeder der mindestens 16 Jahre alt ist, und weniger als 25 600 € im Jahr versteuern muss, bei Verheirateten liegt diese Grenze bei 51 200 €, kann sich vom Staat im Jahr bis zu 512 €, bei Verheirateten 1024 € Wohnungsbauprämie sichern (ca. 8,8%).
Um sich die Wohnungsbauprämie nicht entgehen zu lassen verlangt der Staat im Jahr eine Mindesteinzahlung von 50 € auf den Bausparvertrag.
Wer die staatliche Wohnungsbauförderung in Anspruch nimmt, hat den Nachteil dass erst nach ca. 7 Jahren nach Vertragsbeginn über die Bausparsumme frei verfügt werden kann, wer seinen Bausparvertrag eher kündigt, muss die gezahlten Förderungen an den Staat zurück erstatten.

Nach Zuteilung des Bausparvertrages muss man sich entscheiden was man mit dem Geld anstellen möchte: Möchte ich ein Grundstück erwerben und mir doch ein Haus bauen, oder entscheide ich mich für den Kauf einer Eigentumswohnung?
Der Nachteil ist, dass der Bausparer nicht sicher sein kann wann sein Vertrag zugeteilt wird, Bausparkassen ist es verboten einen bestimmten Termin festzulegen. Werden in einem Jahr zu wenig neue Bausparverträge abgeschlossen, verzögert sich die Zuteilung der Verträge für alle Bausparer.

Bei dem Abschluss eines Bauspardarlehens besteht gegenüber dem normalen Hypothekendarlehen der Nachteil dass Bauspardarlehen meist schneller zurückgezahlt werden, und dadurch die monatliche Belastung wesentlich höher ist.
Entscheidet man sich für die Auszahlung der Angesparten Summe, um das Geld z.B. für den Kauf eines neuen Autos zu verwenden, erstatten manche Bausparkassen die Abschlussgebühren zurück.




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