Der Typ deines Autos
Deutschland macht sich das Typklassensystem zunutze. In Deutschland wird man bei der Versicherung danach eingestuft. Dieses System wurde schnell zum Vorbild für ähnliche Modelle in Europa.
Die Einordnung in die verschiedenen Typklassen ist manchmal für einige Menschen nicht verständlich. Kauft man sich ein einen Mitsubishi Colt und einen Citroen C4 so sind die Unterschiede gravierend. Für den C4 zahlt man bei einer Vollkaskoversicherung ca. 70 Prozent weniger als für den Colt. Eingeordnet wird dies nach verschiedenen Faktoren.
Die Typklasse für jedes Modell wird unter anderem nach Häufigkeit der Unfälle, Höhe der Schäden, Preis für Reparaturen und Häufigkeit des Diebstahls eingeordnet. Je besser diese Faktoren bewertet werden, desto niedriger ist auch die zu zahlende Prämie für die Autoversicherung.
Die dafür notwendigen Daten werden aus den Schadenfällen errechnet, die den Versicherungen gemeldet werden. Dabei wird das individuelle Risiko für jedes Modell, jedes Baujahr und jede Motorisierungsvariante errechnet. Das heißt konkret, dass über 14.500 verschiedene Fahrzeuge einer Typklasse zugeordnet werden. Diese Typklasse wird individuell auch noch für die zwei Kaskoversicherungen, sowie für die Haftpflichtversicherung gerechnet.
Um die Aktualität dieser Statistik zu wahren wird jedes Jahr die Datenbank geprüft und als Berechnungsgrundlage die Daten der zurückliegenden drei Jahre genutzt. Dadurch dass man auf eine solch lange Zeit zurückblickt ändert sich die Typklasse eher selten. Bei Neuwagen werden die Daten aufgrund des Crashtests ermittelt. Dabei geht es danach das die Schäden möglichst leicht und günstig zu reparieren sind. Es ist aufgrund der Preise für eine Versicherung nicht verwunderlich, dass die Leute immer mehr nach der Typklasse einkaufen gehen und die Autohersteller merken sich das. Daher produzieren sie immer mehr Autos deren Schäden sich leicht beheben lassen. Man kann also sagen dass das deutsche Typklassen System mit dafür verantwortlich ist, da die Fahrzeuge reparaturfreundlicher werden.
Neben der Typklasse spielt auch die Regionalklasse eine wichtige Rolle. Bei ihr geht es darum in welchen Regionen die Diebstahl- und Unfallstatistik höher ist als in anderen Regionen. Man kann pauschal sagen, dass die Unfallhäufigkeit in Großstädte im Schnitt deutlich höher liegt als in ländlichen Gebieten. Ebenso wird in Grenznähe mehr gestohlen als im Binnenland und im Flachland kann man sicherer Fahren als im Gebirge.
Dieses System gilt als recht ausgewogen und fair und schneidet im internationalen Vergleich sehr gut ab. Viele Länder nehmen sich das deutsche Modell schon als Vorbild. Andere Länder wie beispielsweise England haben dieses System schon komplett übernommen. Das Regional- und Typklassensystem sorgt außerdem für eine recht stabile Beitragslage.
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