Der Aktienmarkt ist wankelmütig, große Reinfälle mit vermeintlichen Volksaktien haben zudem das Vertrauen der Bürger in ihn weiter zerstört. Ein Modell für die Altersvorsorge schickt sich jedoch an dieses Vertrauen zurückzugewinnen: Die Fondsgebundene Rentenversicherung. Die Angst vor der Altersarmut, angeheizt von den Massenmedien und steigenden Kosten wiegt anscheinend schwerer als die Angst vor einem vermeintlich unsicheren Geschäftsmodell. Die Anbieter tun ihr Übriges, um die Sicherheit ihrer Altersversicherungen herauszustellen und auch andere Länder wirken auf die Meinungsbildung ein, denn in einigen europäischen Ländern basiert die staatliche Altersvorsorge vollständig auf Fonds, ganz ohne gigantische Verluste. Für den Kunden ist das Modell zunächst dem einer herkömmlichen privaten Altersvorsorge recht ähnlich. Er zahlt in einem vereinbarten Zeitraum einen gewissen Betrag und erhält dafür in einem ebenfalls vereinbarten Zeitraum eine monatliche Auszahlung.

Der wichtige Unterschied liegt dazwischen und im Detail. Der Anbieter der Versicherung investiert das angesparte Geld nämlich in Fonds und vermehrt es damit. Diese Methode hat sowohl Nachteile, als auch Vorteile. Der Gewinn ist vorher nicht vorhersehbar und kann je nach Geschick bei der Investition stärker oder geringer ausfallen. Der Nachteil: Es ist vorher schlecht kalkulierbar, wieviel Geld letztlich zur Verfügung stehen wird. Der Vorteil: Es kann viel mehr Rendite für den Sparer herausspringen als beim traditionellen Sparen. Aus diesem Grund ist das Modell in Deutschland als Zusatzrente populär, der Sparer kann auch bei kleineren Beträgen auf mehr Altersrente hoffen. Je nach Anbieter ist die Streuung der Fonds unterschiedlich gross und die Fondsgebundene Rentenversicherung damit mehr oder weniger attraktiv. Es sollte grade bei einer geringen Altersrente darauf geachtet werden, dass nicht auf zu risikoreiche Pakete gesetzt wird, da schnell die Rechnung nach hinten losgehen kann.




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