Solange die technologischen Voraussetzungen für eine maschinelle, serienmäßige Uhrenherstellung nicht gegeben waren, blieb die tragbare Uhr ein Luxusgegenstand, galt ihr Besitz als Statussymbol der Reichen, entwickelte sich die einfache Eisenuhr zur Schmuck- und Prunkuhr. Henlein (1480 - 1542) selbst baute nachweislich die ersten “Bisamäpfel”, eine Art vergoldeter, kugelförmiger Parfümbehälter, die neben dem wohlriechenden Moschus (Bisam) am Boden ein kleines Uhrwerk enthielten. Wer es sich leisten konnte, ließ das Gehäuse seiner Uhr vergolden oder versilbern, mit Gravierungen, Ziselierungen und Edelsteinen schmücken. Andere gaben Sonderanfertigungen in Auftrag, die es ermöglichten, die Uhr als Brust- oder Halsschmuck, im Ohr- oder Fingerring zu tragen.

Die Sorgfalt der manuell hergestellten Uhrwerke verblüfft noch heute, auch dann, wenn die absonderliche Formgebung und prunkvolle Gestaltung der Uhrengehäuse zu Lasten der Ganggenauigkeit ging.
Die entscheidenden Fortschritte im Uhrenbau begannen sich erst nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges zu vollziehen, wobei England und Frankreich die führende Rolle übernahmen. Unabhängig voneinander setzten um 1670 der Holländer Christian Huygens, Erfinder der Pendeluhr, und der englische Physiker Robert Boyle der Kleinuhr anstelle der Henleinschen Schweinsborsten die Spiralfeder mit Hakenhemmung zur Regulierung der Unruhschwingungen ein. Erst mit dieser Erfindung begann in Gesellschaft des Stundenzeigers der Minutenzeiger seine Runden um das 12-Stunden-Zifferblatt zu drehen. Trotz erhöhter Ganggenauigkeit genügten weder die Uhren mit Spiralfeder noch jene, die mit dem 1695 erfundenen Zylindergang ausgestattet waren, den hohen Anforderungen der auf See notwendigen Längenbestimmung nach dem Sonnenstand.

Die Funktionsweise der ersten Armbanduhren soll auf einfache Art und Weise veranschaulicht werden. Dies soll mit Hilfe einer interaktiven 3D Darstellung erreicht werden. Hierfür wird ein 3D Uhrenmodell erstellt und diese 3D Architektur wird anschließend als WEB-3D-Content in eine Internetseite eingebunden.
Da das Modell auch als 3D Animation läuft, wird die Funktionsweise anschaulich und selbsterklärend präsentiert.




Weitere Artikel: