Die Bearbeitung und Förderung von edlen Steinen - Juwelen ist schon sehr alt. Archäologische Funde legen dar, dass bereits in der Steinzeit, dem sogenannten Mesolithikum, ein großes Interesse an Edelsteinen bestand. Doch bezüglich der Entwicklung der Kenntnisse über die Edelsteine lassen sich erhebliche Unregelmäßigkeiten verzeichnen.

In Zentralasien und Ostasien, dem fernen Babylon, in Mesopotamien, in Ägypten und auch in Mittelamerika befand sich die Förderung und Bearbeitung von Edelsteinen auf einem sehr hohen Niveau. Große Bewunderer und Verehrer von Edelsteinen waren die alten Griechen, ebenso die Römer und die Byzantiner. Dies belegen auch die ersten gefundenen Aufzeichnungen, die sich auf das Thema Edelsteine beziehen. In Mitteleuropa und Nordeuropa vor unserer bekannten Zeitrechnung gab es nur vereinzelt Versuche zur Verarbeitung von Edelsteinen, sowie zur Aufbereitung oder Verwendung als Schmuck. Eine Sonderstellung nahm jedoch der Bernstein aus der Ostsee ein. Mit diesem Bernstein wurde in der ganzen antiken Welt ein reger Handel betrieben.

Zu einer spürbaren Verstärkung des Interesses an funkelnden Edelsteinen auf dem europäischen Kontinent führte die Entwicklung von Handel und Fortschritt - Wissenschaft im 15. und 16. Jahrhundert nach Christus bei. Ebenso hatte die Verbindung von Edelsteinen mit verschiedenen astronomischen Gestirnen, mit Aberglauben, der Anwendung als Heilsteine nach Hildegard von Bingen und ähnlichen einen gewissen Einfluss. Allgemein erreichte das Interesse an Edelsteinen einen ersten Höhepunkt erst im 18. und 19. Jahrhundert nach Christus, als massenhaft neue Vorkommen entdeckt wurden oder alte, schon längst in Vergessenheit geratene, wiederentdeckt wurden.

Heutzutage werden immer mehr nichttraditionelle Edelsteine wie zum Beispiel der Granat oder Topas Edelstein verwendet. In der sich ständig ändernden Mode kommen auch solche Farbedelsteine zur Geltung, die nicht immer Eigenschaften aufweisen, die als ideal gelten.




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