Vergesslichkeit – und was man dagegen tun kann.
Es gibt mehrere Arten von Vergesslichkeit: die, die mit zunehmendem Alter einsetzt und aufgrund von Verschleißerscheinungen entsteht, die Vergesslichkeit, die krankheitsbedingt einsetzt, etwa bei so ernsten Erkrankungen wie Alzheimer, stressbedingte Vergesslichkeit und einfache Merkschwäche. Wer kennt das nicht? Man versucht sich im Schnellverfahren vor einer Prüfung oder einem wichtigen Termin noch wichtige Begriffe einzuprägen, um sich dann vor dem Prüfer oder dem Gesprächspartner keinen Einzigen wieder ins Gedächtnis rufen zu können.
Spricht das für mangelnde Intelligenz oder eine Lernschwäche? Keineswegs. Forscher haben herausgefunden, dass man normalerweise 20 Minuten nach dem Schnellverfahren die Hälfte des „Eingeprägten“ vergessen hat. Nach einem Tag ist nur noch ein Drittel vorhanden, langfristig sind es nur 20 Prozent. Hier spricht man von einer so genannten Vergessenskurve. Zum Glück lässt sich das Gedächtnis trainieren und die Merkfähigkeit verbessern. Aber nicht nur für den alltäglichen Gebrauch ist Gedächtnistraining nützlich. Erwiesenermaßen kann Gedächtnistraining den Prozess der Alterung der Nervenzellen im Gehirn bremsen, und sogar bei Krankheiten wie Alzheimer verzögernd wirken. Dabei muss es nicht unbedingt bierernst und mit dem Auswendiglernen ellenlanger Listen zugehen. Gehirnjogging kann durchaus auch Spass machen. Hier kann man durchaus auf die persönlichen Vorlieben zurückgreifen. Wer sich gerne mit Literatur und Poesie beschäftigt, kann sein Gedächtnis durch das Auswendiglernen bestimmter, für ihn bedeutsamer Verse und Gedichte trainieren. Wer gerne spielt, kann beispielsweise Spiele wie Memory oder Wortspiele nutzen, um sein Gedächtnis zu trainieren. Mathematikfans werden eher von Spielen wie Sudoku profitieren. Selbst wenn es hierbei in erster Linie um die Denkfähigkeit und nicht das Merken von Zahlen geht, so wird sich das Gedächtnis durch das Training doch merklich verbessern. Wichtig ist jedenfalls, dass solcher Denksport Freude macht. Das Gehirn funktioniert nun einmal bei angenehmen Tätigkeiten besser.
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